|

von links nach rechts:
Izumi TSUBOIKE - Jeanette Höfer -
Klaus Obermayer - Peter Blania - Michiko Bering-INAGAKI (Foto: Jürgen Bollig)
Pressestimmen
So tönt der Weltgeist
Holzbläser-Quintett
gibt burleskes
Kammerkonzert (Süddeutsche Zeitung vom 23.2.2005)

Haar (Roswitha Grosse)
Karl Kolbingers Vertonung von Herbert Rosendorfers „Poems" war der Höhepunkt des
Konzertes des Münchner Holzbläserquintetts im Bürgersaal. Überhaupt hat das 1990
von Klaus Obermayer gegründete Ensemble den zahlreich erschienenen
Veranstaltungsbesuchern auf Einladung des Haarer Kulturvereins mit diesem
Konzert einen Leckerbissen der Sonderklasse serviert, denn hier hörte man einmal
Kammermusik,
die kaum an souveränem Witz und burleskem Charme zu überbieten war.
Der 1921 geborene und in
Gröbenzell lebende Komponist Karl Kolbinger war selbst anwesend, um den Beifall
für die im
Jahr 2000 komponierten „Poems“ für Sprech- und Gesangsstimme und
Holzbläserquintett in Empfang zu nehmen.
Als eine Art „Mini-Oper“ und musikalisch gagreich ausgestattete Opernpersiflage
hat Kolbinger die Vertonung der vier Gedichte
aus Herbert Rosendorfers „Pfanne des Weltgeistes“ gestaltet. Ein wenig an
Cristian Morgenstern und Joachim Ringelnatz
erinnerten die humoresk-absurden Verse, die der mit einem trefflich hohen
Bariton ausgestattete Wolfgang Hansjakob dem
erheiterten Publikum zu den bizarren und skuril-expressiven Klangwelten
Kolbingers nicht minder ausdrucksstark von der Bühne
entgegenschleuderte.
Sowohl für den als Oberstudiendirektor am Moosburger Gymnasium tätigen
Schulmusiker mit der perfekt geschulten Stimme
und der umwerfenden Bühnenpräsenz als auch für die fünf Musiker ... stellte
diese anspruchsvolle Partitur eine Herausforderung dar.
Schließlich galt es hier nicht nur lautmalerisch Vögel pfeifen oder das
Gedächtnis des Waldhorns aufleben, sondern sogar einen
aus der Bahn geratenen Kometen auf der Erde einschlagen zu lassen!
Nicht minder schräg ging es bei den clownesken und gar nicht so „easy“
strukturierten „Five Easy Dances“ des ungarischen
Komponisten und Jazzmusikers Denes Agay zu. Tango, Polka, Walzer, Bolero und
Rumba wurden da zu Humoresken mit raffinierter
Klangvirtuosität und genialem Witz paraphrasiert. Wunderbar dissonant als
anspruchsvolle Groteske setzte die fünfsätzige
„Tanz-Suite“ aus der Feder des Fagottisten und Komponisten Klaus Obermayer den
fulminanten Schlusspunkt dieses Konzertes.
Selten wurde so gekonnt "falsch" gespielt. Die beiden Divertimenti von Mozart und
Haydn im Programm hatten wohl die Funktion,
den Zuhörern vorzuführen, dass dieses souveräne Münchner Holzbläserquintett es
auch ganz artig kann. (Konzert am 20. Februar 2005)
|
Das Bläserquintett „simple music for five“
existiert in wechselnden
Besetzungen seit ca. 1990 und ist gern gesehener Gast bei
verschiedensten Veranstaltungsreihen, Kultur- und Musikfestivals.
Der Komponist Karl Kolbinger hat auf Anregung
des Verlegers
Klaus Obermayer 1995 für das Ensemble ein Werk mit dem Titel
„simple music for five“ geschrieben.
Seit dieser Zeit tritt das Ensemble
erfolgreich unter dem Namen
„simple music for five“ auf.
Erwartungen der Zuhörer weit
übertroffen
„Simple music for five" begeistert
Zuhörer beim Neufinsinger Rathauskonzert
Neufinsing (do) -
„Simple music for five" hatte das gleichnamige Münchener Holzbläserquintett beim
Konzert im Rathausfoyer
im Vorfeld versprochen. Die Erwartungen der rund 90 begeisterten Zuhörer wurden
dabei aber weit übertroffen: Klangvoll, in sich
stirnmig und harmonisch boten ... einen Musikgenuss der besonderen Art,
untermalt mit dem Gesang von Wolfgang Hansjakob.
Ein heiterer
Grundklang der einzelnen Sätze bestimmte das „Divertimento Nr. 8 KV 213" von
Wolfgang Amadeus Mozart.
Gebannt lauschten die Zuhörer der fesselnden, beschwingten Darbietung der
Musiker, die das Werk des österreichischen Komponisten
perfekt umsetzten. Denes Agays Heimat ließ sich bei „Five Easy Dances" nicht
verleugnen. Fast hatte man das Gefühl, bei einer
ungarischen Jagd dabei zu sein - Polka, Tango, Bolero, Waltz und Rumba wurden
zur Nebensache. Ein „Divertimento in B-Dur"
aus der Feder von Joseph Haydn ergänzte das Programm bis zur Pause.
Den
Komponisten-Größen genug Rechnung getragen, wurde danach zeitgenössische
Musikkunst geboten. Als besonderes Werk
darf „Poems" von Karl Kolbinger aus dem Jahre 2000 tituliert werden. Der
mittlerweile 84-jährige Komponist war lange Jahre
als Professor für Fagott an der Münchner. Hochschule für Musik sowie als
Solofagottist im Sinfonieorchester des Bayerischen
Rundfunks tätig. Gepaart mit Versen, verfasst von Autor Herbert Rosendorfer;
avancierte das Stück durch die Musik des
Quintetts zu einer kleinen 15-minütigen Oper.
So mancher Gast wäre
bei der „Tanz Suite" am liebsten gleich aufgestanden und hätte im Takt dazu das
Tanzbein geschwungen.
Walzer-, Tarantella- oder Tangoklänge hat Obermayer in einer losen Folge von
Einzelsätzen zu einem stimmigen, melodischen Stück vereint.
Das Bläserquintett
„simple. music for five" existiert seit 15 Jahren in wechselnder Besetzung.
Komponist Karl Kolbinger hat auf
Anregung von Obermayer vor zehn Jahren für das Ensemble ein Werk mit dem Titel
„simple music for five" geschrieben. Seitdem tritt
das Quintett unter diesem Namen auf.´(Münchner Merkur vom 13.4. 2005)

von links nach rechts:
Izumi TSUBOIKE - Jeanette Höfer - Wolfgang Hansjakob . Peter Blania - Michiko Bering-INAGAKI
- Klaus Obermayer - (Foto: Jürgen Bollig)

von links nach rechts: Jeanette Höfer - Peter Blania - Michiko Bering-INAGAKI
- Klaus Obermayer - Izumi TSUBOIKE - (Foto: Irmela Obermayer)
|